Wohnungseingangstüren sind Gemeinschaftseigentum

Wohnungseingangstüren sind Gemeinschaftseigentum. Dies gilt auch wenn die Wohnungseingangstür in der Teilungserklärung zunächst dem Sondereigentum zugeordnet wurde.

In dem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall konnte wurde durch Beschluss mehrheitlich bei einer Eigentümerversammlung die genaue Gestaltung der Wohnungseingangstüren, wie Form, Farbe und das Material, festgelegt. Hiergegen klagte ein Wohnungseigentümer, mit dem Ziel, die Farbe der eigenen Wohnungseingangstür selbst auswählen zu können.

Wohnungseingangstüren sind immer Gemeinschaftseigentum

Hingegen sind Wohnungseingangstüren sowohl räumlich, als auch funktional dem Gemeinschaft- und dem Sondereigentum zuzuordnen. Denn die Wohnungseingangstür separiert das Gemeinschaftseigentum vom Sondereigentum. Sondereigentum kann dabei nur dann begründet werden, wenn die entsprechenden Räume von Gemeinschaftseigentum abgrenzbar sind, so nach §§ 3 Absatz 2 Satz 1, 7 Absatz 4 Nr. 2 WEG. Somit entsteht also bei einer räumlichen und funktionalen Verbindung verschiedener Räume die im unterschiedlichen Eigentum stehen, eine Trennung mittels einer Wohnungseingangstür. Die Wohnungseingangstür kann jedoch nur als Gesamtheit betrachtet werden und steht damit im Gemeinschaftseigentum. So auch nach § 5 WEG.

Die Klage des Wohnungseigentümers war damit nicht erfolgreich. Eine eigenständige Gestaltung der Wohnungseingangstür nach den Wünschen des Wohnungseigentümers, entgegen dem Willen der anderen Wohnungseigentümer, ist somit nicht möglich.

BGH, Urteil vom 25. Oktober 2013 – V ZR 212/12

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