Archiv für den Monat: November 2016

Kitas in Brandenburg – Erstattung von Essengeld

Das OVG Berlin-Brandenburg hat im September über ein Urteil des Verwaltungsgerichts Potsdam  entschieden, nach dem ein Vater von der Stadt Prenzlau Erstattung von Essengeld verlangen konnte. Der Vater war der Auffassung, dass das von ihm zu entrichtende Essengeld, d.h. die Höhe der durchschnittlich ersparten Eigenaufwendungen für ein Mittagessen,  nicht mehr als 1,70 € betragen dürfte. Nach einem gesonderten Vertrag, den er mit einem Caterer schließen sollte, fielen dafür jedoch 3,04 € je Mittagessen an. Weiterlesen

Wer gegen Baugerüst läuft ist selbst schuld

Wer gegen ein Baugerüst auf dem eigenen Grundstück läuft, hat keinen Schadenersatzanspruch gegenüber der Gerüstbaufirma.

Eine Frau war wegen eines Telefonanrufs eilig ins Haus gegangen und dabei mit dem Kopf gegen eine Querstange eines Baugerüsts gestoßen. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung und verlangte von der Firma Schmerzensgeld, weil die Stange nicht besonders markiert oder mit Bändern kenntlich gemacht worden war. Die Frau hatte von dem Gerüst gewusst, das für Sanierungsarbeiten an ihrem Haus aufgestellt worden war.

Keine besonderen Markierungen erforderlich

Das Gericht hat einen Anspruch der Klägerin verneint. Denn letztlich seien andere Faktoren als das Gerüst maßgeblich für den Unfall gewesen – etwa das Läuten des Telefons und der ungünstige Stand der Sonne. Besondere Markierungen seien nicht nötig gewesen, da die Querstange deutlich sichtbar gewesen sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

AG Nürnberg , Urteil vom 25.10.2016 – 239 C 5388/16

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Radfahrer muss Mitverursachung eines Sturzes durch Gegenverkehr beweisen

Radfahrer muss Mitverursachung eines Sturzes durch Gegenverkehr beweisen

Stürzt ein Radfahrer auf einer schmalen Straße mit Gegenverkehr, ohne dass eine Berührung mit dem entgegenkommenden Fahrzeug stattgefunden hat, muss dieser beweisen, dass sein Sturz durch die Betriebsgefahr des Fahrzeugs mit beeinflusst wurde. Die bloße Anwesenheit eines fahrenden Fahrzeugs an der Unfallstelle reicht insoweit nicht aus.

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Fahrradfahrer – Vorfahrt bei um den Kreisverkehr herumführenden Radweg?

DSC_0015b Ein Fahrradfahrer hat bei einem um den Kreisverkehr herumführenden Radweg keine Vorfahrt, auch nicht gegenüber in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeugen.

Das OLG Hamm (9 U 200/11) hatte einen Fall zu entscheiden, bei dem es zu einem Zusammenstoß zwischen einer um den Kreisverkehr herumfahrenden Radfahrerin und einem in den Kreisverkehr einfahrenden Pkw kam. Die Radfahrerin argumentierte, sie Weiterlesen