Kein Schmerzensgeld wegen Sturz durch nasses Laub

14-1181-04 (2)Kein Schmerzensgeld wegen Sturz durch nasses Laub

Fußgänger sollten im Herbst besonders vorsichtig sein – das geht es aus einem Urteil des Landgericht Berlin hervor (Urteil vom 11. Oktober 2005, Az.: 13 O 192/03). Eine Frau war auf einer Ansammlung von herabgefallenem Laub auf einem Bürgersteig ausgerutscht und hatte sich einen Oberschenkelhalsbruch sowie einen Bruch des rechten Handgelenks zugezogen. Sie klagte auf Schmerzensgeld. Ihrer Ansicht nach war der Grund für die Verletzungen gewesen, dass eine Anwohnerin den Bürgersteig vor ihrem Haus nicht von Herbstlaub befreit hatte.

Der Senat gestand zwar ein, dass auf dem laubübersäten Gehweg eine Rutschgefahr bestanden hatte. Allerdings sei die beklagte Grundstücksbesitzerin, indem sie sechs Tage vor dem Zwischenfall den Gehsteig vor ihrem Haus von Laub gereinigt habe, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen. Dass in dem Zeitraum zwischen der Entfernung der Blätter und dem Zwischenfall weitere Blätter auf den Bürgersteig geweht worden waren, sei jahreszeitlich bedingt gewesen und somit hinzunehmen.

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